Windows Terminal

Eintrag zuletzt aktualisiert am: 07.05.2019


Microsoft wird seinem Windows-Betriebssystem mit "Windows Terminal" ein neues Konsolenfenster spendieren mit umfangreicher Zeichensatz-Unterstützung, Registerkarten, mehr Gestaltungsoptionen und einem Erweiterungsmodell.

Windows 10 und der Windows Server sollen eine ganz neu als Open Source entwickelte Kommandozeileneingabefenster mit Namen "Windows Terminal" erhalten. Die neue Konsole soll nicht nur alle Unicode-Zeichen mit Hilfe der Grafikkarte gut lesbar ausgeben können, sondern auch Emoticons/Emojis darstellen. Wenn ein Konsolennutzer mehrere Eingabeaufforderungen braucht, soll er dazu nicht mehr mehrere Fenster öffnen müssen, sondern dies über Registerkarten in einem Fenster erledigen können, wie man es vom Webbrowser kennt. Der Nutzer soll über Layoutthemen die Gestaltung individualisieren können. Entwickler sollen Erweiterungen für das neue Terminal schreiben können und Microsoft will diese Erweiterungen über einen Marktplatz anbieten.

Eine Shell für alle

Das Windows Terminal soll sowohl für die klassische CMD, die PowerShell und das Shell für Windows for Linux (WSL) nutzbar sein.

Das bisherige Windows-Eingabefenster, das von conhost.exe bereitgestellt wird, ist die Basis sowohl die Basis für die klassische Eingabeaufforderung (cmd.exe) als auch im Jahr 2006 eingeführte die Windows PowerShell (powershell.exe) und die PowerShell Core (pwsh.exe). Es gehört zu den ältesten Teilen des Windows-Betriebssystem, das viele Jahre von Microsoft unangetastet blieb.

Open Source auf Github

Das neue "Windows Terminal" verwaltet Microsoft zusammen mit dem Quellcode der klassischen conhost.exe in einem Github-Projekt [http://github.com/Microsoft/Terminal]. Eine Release des neuen Eingabefensters gibt es noch nicht. Laut einem Blogeintrag [https://devblogs.microsoft.com/commandline/introducing-windows-terminal/] soll es am Sommer 2019 über den Microsoft Store für Windows 10 als Vorschauversion verbreitet werden. Im Winter 2019 soll die erste stabile Version 1.0 verfügbar werden. Über eine Unterstützung auf älteren Windows-Versionen schweigt Microsoft.